Magnesium und seine Bedeutung für den Körper
Magnesium ist einer der mengenmäßig bedeutendsten Mineralstoffe im menschlichen Körper. Es ist an weit mehr als dreihundert lebenswichtigen enzymatischen Reaktionen beteiligt. Außerdem spielt es eine zentrale Rolle in der Muskel- und Nervenfunktion. Es unterstützt den zellulären Energiestoffwechsel und die Blutdruckregulation. Darüber hinaus ist es an der körpereigenen Synthese von Proteinen sowie Nukleinsäuren beteiligt.
Ein dauerhafter Mangel kann sich durch Muskelkrämpfe, chronische Erschöpfung, Schlafprobleme, Kopfschmerzen oder innere Unruhe bemerkbar machen. Deshalb ist eine ausreichende Magnesiumversorgung für viele Menschen ein zunehmend relevantes Gesundheitsthema.
Warum die Form des Magnesiums entscheidend ist
Wer ein Magnesiumpräparat kaufen möchte, findet im Drogeriemarkt oder Onlineshop viele verschiedene Formen. Allerdings sind nicht alle Verbindungen qualitativ gleich. Die Bioverfügbarkeit unterscheidet sich je nach Verbindungsform erheblich. Damit ist der Anteil des aufgenommenen Mineralstoffs gemeint, der dem Körper tatsächlich zur Verfügung steht.
Während günstige Varianten wie Magnesiumoxid einen hohen Magnesiumgehalt aufweisen, wird davon vergleichsweise wenig aufgenommen. Dagegen gelten organische Verbindungen wie Magnesiumcitrat oder Magnesiumglycinat als deutlich bioverfügbarer. Somit können sie für den Körper besser verwertbar sein.
Was Bisglycinat besonders macht
Bei Magnesium Bisglycinat handelt es sich um eine spezielle und hochwertige chelatierte Verbindungsform. Dabei wird das Magnesiumion von zwei Molekülen der Aminosäure Glycin umgeben und chemisch stabilisiert.
Diese besondere molekulare Struktur kann die Aufnahme von Magnesium unterstützen. Sie erfolgt im Dünndarm über spezifische Transportmechanismen. Dadurch kann die Resorption im Vergleich zu anorganischen Formen wie Magnesiumoxid verbessert werden.
Gleichzeitig gilt die Verbindung als magenfreundlich. Sie beeinflusst den pH-Wert im Verdauungstrakt weniger stark als einige andere, weniger gut verträgliche Formen.
Besonders geeignet bei empfindlichem Magen
Ein bekanntes Problem bei der Einnahme von Magnesiumpräparaten ist die abführende Wirkung. Sie kann vor allem bei höheren Dosen oder weniger gut verträglichen Formen auftreten. Magnesiumbisglycinat gilt deshalb als eine der verträglicheren Verbindungsformen.
Die Chelatierung kann dabei helfen, den osmotischen Effekt im Darm zu reduzieren. Wer bislang Schwierigkeiten mit Magnesiumpräparaten hatte, kann diese Form als Alternative in Betracht ziehen. Das gilt insbesondere bei Magenproblemen oder Durchfall nach der Einnahme.
Zudem wird Magnesiumbisglycinat häufig bei regelmäßiger Einnahme gut vertragen. Bei Fragen zur langfristigen Anwendung sollte jedoch eine individuelle Beratung erfolgen.
Glycin als wertvoller Begleitstoff
Ein weiterer Vorteil dieser Verbindungsform liegt in der enthaltenen Aminosäure Glycin. Sie dient als Trägersubstanz des Magnesiums. Glycin ist im menschlichen Körper an verschiedenen physiologischen Prozessen beteiligt.
Dazu gehören unter anderem die körpereigene Kollagensynthese und die Regulation hemmender Nervensignale. Außerdem wird Glycin mit einer erholsamen Schlafqualität in Verbindung gebracht. Einige wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Glycin die Einschlafzeit verkürzen und die Schlafqualität verbessern kann.
Daher kann Magnesiumbisglycinat für Menschen interessant sein, die es gezielt am Abend einnehmen möchten.
Wann ist eine Ergänzung sinnvoll?
Menschen mit körperlich sehr anstrengenden Tätigkeiten oder intensivem Ausdauer- und Kraftsport können einen erhöhten Magnesiumbedarf haben. Magnesium wird unter anderem über den Schweiß ausgeschieden. Gleichzeitig spielt es eine Rolle bei der Muskelkontraktion und Regeneration.
Auch anhaltender psychischer oder physischer Stress kann den Magnesiumbedarf beeinflussen. Deshalb kann eine ausreichende Versorgung in besonders belastenden Lebensphasen wichtig sein.
Eine ausgewogene Ernährung mit Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen, Kernen und Vollkornprodukten deckt den Grundbedarf vieler Menschen grundsätzlich ab. Bei einem erhöhten individuellen Bedarf reicht die Ernährung jedoch möglicherweise nicht immer vollständig aus.
Qualität und Dosierung im Blick
Bei der Wahl eines Magnesiumpräparats lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf den Gehalt an elementarem Magnesium. Damit ist die tatsächliche Menge an Magnesium nach Abzug des Glycinanteils gemeint.
Da Bisglycinat durch den Glycinanteil ein höheres Molekulargewicht aufweist, ist der prozentuale Magnesiumgehalt geringer als bei anorganischen Verbindungen. Gleichzeitig kann die bessere Aufnahme die geringere Konzentration ausgleichen.
Wer unsicher ist, welche Dosierung für die eigene gesundheitliche Situation geeignet ist, sollte sich vorsorglich von einer Ärztin oder einem Arzt individuell beraten lassen.