Skip to main content

Werder News

HomeLebensstilJugendwort 2026: Top 10, Bedeutung und Zeitplan im Überblick

Jugendwort 2026: Top 10, Bedeutung und Zeitplan im Überblick

Jedes Jahr im Sommer beginnt für viele Erwachsene das große Rätselraten. Auf Social Media tauchen plötzlich Begriffe wie „Crashout” oder „67″ auf, und niemand über 25 weiß so recht, was gemeint ist. Genau darum geht es beim Jugendwort des Jahres.

Der Langenscheidt-Verlag kürt seit 2008 jährlich das Wort, das die Sprache der 11- bis 20-Jährigen am besten einfängt. Für 2026 stehen zehn Kandidaten fest, von „67″ über „Gute Käse” bis „Süper”. Gewählt werden sie von den Jugendlichen selbst, über eine offene Online-Abstimmung auf der Verlagswebsite.

Deutsche Nutzer suchen jedes Jahr aufs Neue nach diesen Begriffen, weil sie in Familie, Schule oder im Job plötzlich auf unbekannte Ausdrücke stoßen. Dieser Artikel erklärt jedes der zehn Wörter verständlich, zeigt den kompletten Zeitplan bis zur Siegerkür am 10. Oktober und ordnet die Wahl kritisch ein.

Kurz erklärt: Was ist das Jugendwort 2026?

Das Jugendwort 2026 ist noch nicht gekürt. Zehn Begriffe stehen zur Wahl: 67, Crashout, Digga, Du bist gut genug, Gute Käse, Macker, Peak, Ragebait, Schere und Süper. Bis zum 20. August 2026 läuft die Abstimmung über die Top 10, der Sieger wird am 10. Oktober 2026 vom Langenscheidt-Verlag bekanntgegeben.

Was ist das Jugendwort des Jahres überhaupt?

Das Jugendwort des Jahres ist eine jährliche Auszeichnung des Stuttgarter Verlags PONS Langenscheidt. Gesucht wird ein Wort oder eine Redewendung, die den aktuellen Sprachgebrauch junger Menschen zwischen 11 und 20 Jahren widerspiegelt.

Anders als bei vielen anderen Sprachpreisen entscheidet keine reine Fachjury über den Sieger. Stattdessen können Jugendliche ihre Vorschläge selbst einreichen und anschließend online abstimmen. Der Verlag prüft lediglich, wie häufig ein Begriff tatsächlich in der digitalen Kommunikation vorkommt.

Damit ist das Jugendwort weniger eine linguistische Analyse als ein kulturelles Stimmungsbild. Es zeigt, welche Ausdrücke gerade auf TikTok, in Gaming-Chats oder in Schulhof-Gesprächen kursieren.

Geschichte: Das Jugendwort des Jahres seit 2008

Die Wahl geht auf das Jahr 2008 zurück. Damals gewann „Gammelfleischparty”, ein sarkastischer Begriff für Partys, auf denen vor allem Menschen über 30 tanzen. Seitdem hat sich die Auswahl deutlich verändert.

Bis 2019 bestimmte noch überwiegend eine Jury über die Kandidaten. Seit der Übernahme durch den Klett-Verlag PONS im Jahr 2019 kann grundsätzlich jeder Vorschläge einreichen und mitwählen. Für das Jahr 2019 selbst fiel die Wahl aus, weil sich der Verlag mitten im Umbau befand.

Alle Gewinnerwörter seit 2008

Jahr Jugendwort Bedeutung
2008 Gammelfleischparty Party für Menschen über 30
2009 hartzen auf der faulen Haut liegen
2010 Niveaulimbo ständiges Sinken des Niveaus
2011 Swag coole Ausstrahlung
2012 Yolo „You Only Live Once”, sei’s drum
2013 Babo Anführer, Chef
2014 Läuft bei dir alles perfekt, oft ironisch gemeint
2015 Smombie Smartphone-Zombie
2016 Fly sein abgehen, überragend sein
2017 I bims ich bin’s
2018 Ehrenmann/Ehrenfrau jemand, der etwas Besonderes für andere tut
2019 keine Wahl aufgrund des Verlagswechsels
2020 Lost unsicher, ahnungslos, verwirrt
2021 Cringe fremdschämen, peinlich
2022 Smash sexuelles Interesse an jemandem
2023 Goofy tollpatschig, albern, komisch
2024 Aura positive Ausstrahlung, cooles Auftreten
2025 das crazy Ausdruck für etwas Verrücktes, Grammatik bewusst falsch

Die Liste zeigt einen klaren Trend: Immer mehr Begriffe stammen aus dem Englischen oder aus Social-Media-Trends. Gleichzeitig kehren ältere Wörter wie „Goofy” oder „Digga” regelmäßig zurück, meist mit leicht veränderter Bedeutung.

So funktioniert die Wahl zum Jugendwort 2026

Der Ablauf folgt seit einigen Jahren einem festen Muster mit drei Phasen: Einreichung, Vorauswahl durch die Jury und öffentliche Abstimmung.

Einreichungsphase

Vom 29. Mai bis zum 16. Juli 2026 konnten Interessierte ihre Vorschläge auf der Website des Langenscheidt-Verlags einreichen. Die Einreichung selbst ist offen, gerichtet ist die Aktion aber an Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren, deren Sprachgebrauch dokumentiert werden soll.

Jury-Auswahl

Zwischen dem 17. und 27. Juli 2026 sichtete eine Jury des Verlags alle Einsendungen. Sie prüfte, wie verbreitet ein Begriff tatsächlich ist, und sortierte offensichtliche Fakes sowie gezielte Kampagnen einzelner Gruppen aus.

Kriterien und Ausschlussregeln

Ein Begriff schafft es nur in die engere Auswahl, wenn er tatsächlich zum aktiven Sprachgebrauch der Zielgruppe gehört. Ausgeschlossen werden Wörter mit diskriminierendem Inhalt sowie Vorschläge, die erkennbar von Influencern oder organisierten Gruppen gepusht wurden.

Zeitplan der Abstimmung 2026

Phase Zeitraum
Einreichung von Vorschlägen 29. Mai – 16. Juli 2026
Jury-Auswahl der Top 10 17. – 27. Juli 2026
Bekanntgabe der Top 10 28. Juli 2026
Voting über die Top 10 28. Juli – 20. August 2026
Voting über die Top 3 ab 28. August 2026
Verkündung des Siegerworts 10. Oktober 2026

Traditionell werden die Top-10-Kandidaten von Nachrichtensprecherin Susanne Daubner in der Tagesschau vorgestellt. Das sorgt seit Jahren für einen wiederkehrenden viralen Moment, wenn eine altbekannte Stimme plötzlich Jugendslang vorliest.

Die Top 10 Jugendwörter 2026 mit Bedeutung

Zehn Begriffe stehen aktuell zur Wahl. Sie stammen aus ganz unterschiedlichen Quellen: von Gaming-Chats über virale Songs bis zu Basketball-Memes aus den USA.

67 (gesprochen „six seven”)

„67″ ist der ungewöhnlichste Kandidat, weil das Wort keine feste Bedeutung besitzt. Verbreitet hat sich der Ausdruck über TikTok, Basketball-Memes und den Song „Doot Doot (6 7)” des US-Rappers Skrilla.

Genutzt wird „67″ fast wie ein Insider-Code, oft begleitet von einer abwägenden Handbewegung. Wer den Begriff versteht, gehört zur Community, alle anderen nicken meist einfach freundlich mit.

Crashout

„Crashout” beschreibt den Moment, in dem jemand komplett die Fassung verliert oder wegen einer Kleinigkeit stark überreagiert. Der Begriff stammt aus der Gaming- und Streamer-Szene.

Er lässt sich sowohl ernst als auch ironisch verwenden. Beispiel: „Ich geh gleich crashout, mein Akku ist leer.”

Digga

„Digga” ist der Klassiker unter den diesjährigen Kandidaten und erlebt gerade ein Comeback. Das Wort funktioniert als lockere Anrede für Freund, Bruder oder Kumpel.

Genauso oft dient „Digga” aber einfach als Ausruf, unabhängig davon, ob überhaupt eine bestimmte Person gemeint ist. Es passt an fast jede Stelle im Satz.

Du bist gut genug

Dieser Kandidat ist keine klassische Vokabel, sondern eine virale Songzeile. Sie stammt aus einem Stück des Produzentenduos KitschKrieg mit Shirin David und der Band Blumengarten.

In sozialen Netzwerken wird die Zeile in unzähligen Memes und Parodien aufgegriffen, oft bewusst ironisch überzogen eingesetzt.

Gute Käse

„Gute Käse” ist ein bewusst grammatikalisch falscher, humorvoller Ausdruck für Lob. Eine wörtliche Bedeutung hat die Floskel nicht, sie steht schlicht für „richtig gut” oder „stabil”.

Beispiel: „Der Döner war wirklich gute Käse.” Die Fehlgrammatik ist dabei Teil des Humors und keine sprachliche Unsicherheit.

Macker

Auch „Macker” ist älteren Generationen durchaus bekannt und erlebt mit fast identischer Bedeutung ein Revival. Gemeint sind je nach Kontext Freund, Schwarm oder Partner.

Verwendet wird das Wort oft ironisch oder liebevoll: „Mein Macker kommt später noch vorbei.”

Peak

„Peak” kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich „Gipfel”. In der Jugendsprache steht es für den absoluten Höhepunkt oder maximale Qualität.

Beispiel: „Das Konzert war echt Peak.” Der Begriff funktioniert als Steigerung, die keine weitere Erklärung braucht.

Ragebait

„Ragebait” bezeichnet Inhalte in sozialen Medien, die absichtlich provozieren sollen. Ziel ist es, durch Wut möglichst viele Kommentare, Shares und damit Reichweite zu erzeugen.

Der Begriff ist auch Menschen bekannt, die selbst kaum auf TikTok oder Instagram unterwegs sind, weil das Phänomen mittlerweile medienkritisch diskutiert wird.

Schere

„Schere” bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie „Sorry, mein Fehler”. Der Ausdruck stammt aus der Gaming-Szene und signalisiert, dass jemand einen Fehler eingesteht.

Eine ähnliche Formulierung, „Schere heben”, war bereits 2024 im Gespräch. 2026 kehrt das Motiv in leicht veränderter Form zurück.

Süper

„Süper” ist türkisch und bedeutet schlicht „super”. Viral wurde der Ausdruck durch das Video eines Ultramarathonläufers, der nach einem Rennen auf die Frage nach seinem Befinden nur mit „Süper!” antwortete.

Seitdem verbreitet sich der Begriff als positive Reaktion in ganz unterschiedlichen Kontexten, weit über die ursprüngliche Szene hinaus.

Warum wurde „Mehrzweckeier” nicht zugelassen?

Ein Begriff sorgte im Vorfeld für besonders viel Aufmerksamkeit, obwohl er es gar nicht in die Top 10 schaffte. „Mehrzweckeier” wurde vor allem über die Plattform Reddit massenhaft eingereicht und lag am Ende der Einreichungsphase unter den meistgenannten Vorschlägen.

Der Langenscheidt-Verlag entschied sich dennoch gegen eine Zulassung. Begründet wurde dies mit einer gezielten Kampagne hinter dem Vorschlag sowie einem beleidigenden Ursprung des Begriffs.

Der Fall zeigt, wie genau der Verlag mittlerweile zwischen echter Jugendsprache und organisierten Abstimmungsaktionen unterscheiden muss. Ähnliche Ausschlüsse gab es bereits in früheren Jahren, etwa als der Vorschlag „Alpha-Kevin” 2015 aus der Wahl genommen wurde.

Wer steckt hinter der Wahl zum Jugendwort?

Initiator der Aktion ist der Verlag PONS Langenscheidt mit Sitz in Stuttgart. Verantwortlich für das Projekt sind laut Verlagsangaben unter anderem Jenny Dolpp und Artur Raiser.

Mit der jährlichen Wahl bewirbt der Verlag traditionell sein Wörterbuch „100 Prozent Jugendsprache”. Gleichzeitig versteht sich die Aktion als Dokumentation eines sprachlichen Phänomens, das sich oft innerhalb weniger Monate verändert.

Mehr Hintergründe zu unserer Redaktion und der Arbeitsweise hinter unseren Artikeln finden Interessierte auf der Über-uns-Seite von werdernnews.de.

Welche Rolle spielen TikTok, Instagram und Co.?

Nahezu alle Top-10-Kandidaten 2026 haben ihren Ursprung direkt oder indirekt in sozialen Netzwerken. „67″ verbreitete sich über TikTok und Basketball-Memes, „Süper” wurde durch ein virales Video bekannt, und „Du bist gut genug” stammt aus einer Songzeile, die in unzähligen Kurzvideos aufgegriffen wurde.

Diese Entwicklung ist kein neues Phänomen, hat sich aber deutlich beschleunigt. Wörter verbreiten sich heute oft innerhalb weniger Tage über Millionen Bildschirme, bevor sie überhaupt im gesprochenen Alltag ankommen.

Auch beim Austausch über solche Trends greifen Jugendliche häufig auf Messenger zurück. Wer selbst regelmäßig mit jüngeren Familienmitgliedern kommuniziert, findet in unserem Ratgeber zu WhatsApp Web praktische Tipps für die tägliche Nutzung.

Frühere Jugendwörter im Vergleich

Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, wie unterschiedlich die Sieger ausfallen können, von reinen Lautmalereien bis zu komplexen sozialen Beobachtungen.

Jahr Jugendwort Top-3-Platzierung
2020 Lost vor weiteren Kandidaten der Top 10
2021 Cringe vor weiteren Kandidaten der Top 10
2022 Smash vor weiteren Kandidaten der Top 10
2023 Goofy vor Side Eye und NPC
2024 Aura vor Talahon und Schere
2025 das crazy knapper Sieg im Finale

Auffällig ist, dass 2024 und 2025 jeweils sehr knappe Entscheidungen fielen. Beim Jugendwort 2024 setzte sich „Aura” nur hauchdünn gegen „Talahon” durch, 2025 gewann „das crazy” ebenfalls mit knappem Vorsprung.

Kritik an der Wahl zum Jugendwort

Nicht alle sehen die Aktion unkritisch. Die Gesellschaft für deutsche Sprache weist regelmäßig darauf hin, dass eine offene Online-Abstimmung kaum repräsentativ für die gesamte deutsche Jugendsprache sein kann.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Funktion der Wörter selbst. Sobald ein Begriff bundesweit in Zeitungen und im Fernsehen auftaucht, verliert er häufig seinen Status als Insider-Ausdruck einer bestimmten Gruppe.

Zudem wird der Wahl vorgeworfen, in erster Linie eine Marketingaktion für das Wörterbuch des Verlags zu sein. Langenscheidt begegnet dieser Kritik mit strengeren Regeln: Altersfilterung, Prüfung der tatsächlichen Nutzung und dem konsequenten Ausschluss organisierter Kampagnen wie im Fall „Mehrzweckeier”.

Eine ausführliche fachliche Einordnung des Begriffs Jugendsprache liefert der [Duden] in seinen Sprachartikeln.

Warum ist Jugendsprache linguistisch interessant?

Jugendsprache ist kein neues Phänomen, sondern lässt sich bis mindestens ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Sie dient jungen Menschen seit jeher dazu, sich bewusst von älteren Generationen abzugrenzen und eine eigene Identität auszudrücken.

Typisch für Jugendsprache sind Abkürzungen, Neologismen, Anspielungen und bewusste Grammatikbrüche wie bei „das crazy” oder „gute Käse”. Diese Merkmale finden sich auch bei den aktuellen Kandidaten wieder, etwa bei der absichtlich falschen Grammatik von „Gute Käse”.

Sprachwissenschaftlich spannend ist zudem, wie schnell sich Bedeutungen wandeln. Wörter wie „Macker” oder „Goofy” hatten schon vor Jahrzehnten eine ähnliche Bedeutung und kehren nun mit neuer popkultureller Aufladung zurück.

Mythen rund um das Jugendwort des Jahres

Mythos 1: Alle Jugendlichen benutzen das Siegerwort. Tatsächlich kennt und verwendet oft nur ein Teil der Zielgruppe den jeweiligen Begriff aktiv, andere Wörter sind regional oder milieuspezifisch verbreitet.

Mythos 2: Die Wahl ist rein zufällig. Der Verlag prüft die Einreichungen auf tatsächliche Verbreitung und schließt erkennbare Kampagnen aus, wie der Fall „Mehrzweckeier” 2026 zeigt.

Mythos 3: Jedes Jahr gibt es ein Jugendwort. 2019 fiel die Wahl komplett aus, weil sich der Verlag mitten in der Übernahme durch PONS befand.

Wie und wo kann ich beim Jugendwort 2026 abstimmen?

Die Abstimmung läuft ausschließlich über die offizielle Website des Langenscheidt-Verlags. Bis zum 20. August 2026 kann dort unter den zehn Kandidaten gewählt werden, anschließend folgt die Endrunde mit den drei bestplatzierten Begriffen.

Genaue Angaben dazu, wie oft eine Person abstimmen darf, liegen öffentlich nicht vor. Wer sich für Details zur Stimmabgabe interessiert, findet die aktuellen Regeln direkt bei der [Offiziellen Abstimmung bei Langenscheidt/PONS].

Ausblick: Wann wird das Jugendwort 2026 verkündet?

Der Sieger steht am 10. Oktober 2026 fest. Der genaue Rahmen der Bekanntgabe war zum Zeitpunkt der Top-10-Vorstellung noch nicht final festgelegt.

Bis dahin lohnt es sich, die eigene Wahrnehmung zu testen: Welcher der zehn Begriffe ist Ihnen in den vergangenen Monaten bereits begegnet, sei es auf TikTok, im Familienchat oder auf dem Schulhof?

Häufig gestellte Fragen zum Jugendwort 2026

Wann wird das Jugendwort 2026 bekanntgegeben? Der Sieger wird am 10. Oktober 2026 vom Langenscheidt-Verlag verkündet. Der genaue Rahmen der Bekanntgabe stand zuletzt noch nicht fest.

Welche Begriffe stehen 2026 zur Wahl? Zur Wahl stehen 67, Crashout, Digga, Du bist gut genug, Gute Käse, Macker, Peak, Ragebait, Schere und Süper.

Wer darf beim Jugendwort abstimmen? Die Abstimmung auf der Verlagswebsite ist grundsätzlich offen. Zielgruppe der Aktion sind Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren, deren Sprachgebrauch dokumentiert werden soll.

Warum wurde „Mehrzweckeier” nicht zugelassen? Der Begriff wurde vor allem über eine gezielte Kampagne auf Reddit eingereicht und hat laut Verlag einen beleidigenden Ursprung. Deshalb schloss ihn die Jury von der Endauswahl aus.

Wer organisiert die Wahl zum Jugendwort des Jahres? Verantwortlich ist der Stuttgarter Verlag PONS Langenscheidt. Die Aktion begleitet zugleich die Vermarktung des Wörterbuchs „100 Prozent Jugendsprache”.

Seit wann gibt es das Jugendwort des Jahres? Die Wahl existiert seit 2008, als „Gammelfleischparty” zum ersten Sieger gekürt wurde.

Warum gab es 2019 kein Jugendwort des Jahres? Der Verlag PONS hatte Langenscheidt kurz zuvor übernommen. Da sich das Wörterbuch nach eigenen Angaben „in keinem vernünftigen Zustand” befand, entfiel die Wahl für dieses Jahr.

Was bedeutet der Kandidat „67″? „67″ hat keine feste Bedeutung und funktioniert vor allem als Insider-Code aus TikTok- und Basketball-Memes sowie einem gleichnamigen Song.

Ist die Wahl zum Jugendwort repräsentativ für die Jugendsprache in Deutschland? Das wird kritisch diskutiert. Fachleute wie die Gesellschaft für deutsche Sprache bezweifeln, dass eine offene Online-Abstimmung die tatsächliche Sprachvielfalt aller Jugendlichen abbilden kann.

Was passiert nach der Top-10-Abstimmung? Aus den zehn Kandidaten ermittelt die Abstimmung bis zum 20. August 2026 die drei meistgewählten Begriffe. Über diese Top 3 wird anschließend bis zur finalen Verkündung am 10. Oktober weiter abgestimmt.

Fazit

Das Jugendwort 2026 zeigt einmal mehr, wie stark TikTok, Gaming-Communitys und virale Songs die deutsche Jugendsprache prägen. Von einem bedeutungslosen Insider-Code wie „67″ bis zu einem klassischen Comeback wie „Digga” ist die diesjährige Top 10 breit gefächert.

Gleichzeitig macht der Ausschluss von „Mehrzweckeier” deutlich, dass Langenscheidt bei der Auswahl genauer hinschaut als früher. Organisierte Kampagnen haben es zunehmend schwerer, das Ergebnis zu manipulieren.

Bis zur Verkündung am 10. Oktober 2026 bleibt spannend, welcher der zehn Begriffe sich durchsetzt. Schauen Sie in den kommenden Wochen gerne wieder auf werdernnews.de vorbei, wir halten diesen Artikel mit dem finalen Ergebnis auf dem Laufenden. Fragen oder eigene Vorschläge können Sie uns jederzeit über unsere Kontaktseite schicken.

Werdern News
Werdern News
Ich bin Admin von Werder News und kümmere mich darum, dass alle Artikel aktuell, zuverlässig und leicht verständlich sind. Mein Ziel ist es, unseren Lesern spannende News, Hintergrundberichte und hilfreiche Guides zu bieten. 👉 Bleiben Sie dran für täglich neue Inhalte rund um TV, Prominente, Politik, Technik und mehr.
RELATED ARTICLES

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

- Advertisment -

Most Popular

Recent Comments